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Longhaired Whippet - Literatur 4

Ein Fest seltener Rassen (Teil 4)

Von Cathy J. Flamholz (Übersetzung: Rocco Cantorelli)

Der Longhaired Whippet

Whippet-Rennen wurden sehr beliebt und große Summen an Geld wurden gewettet. Vielen der Minenarbeiter gefiel diese Idee, einen Whippet zu besitzen, um mit ihm das spärliche Monatsgehalt aufzubessern. Tatsächlich, so mancher Minenarbeiter verdiente mit seinem Hund mehr Geld als dasjenige, was er für seine tägliche Arbeit bekam. Diese Gewinne ermöglichten so mancher Familie harte Zeiten zu überstehen. Die Familien waren sich darüber bewusst, dass ihr Hund so manchen Dollar für sie verdienen könnte, und somit wurden die Hunde sorgfältig behandelt und trainiert.

Die Welpen wuchsen normalerweise im Haus auf. Meistens in der Küche, wo sich die Hausfrau und Kinder liebevoll mit ihnen beschäftigte. Wenn der Ehemann nach Hause kam, nahm er den Hund mit, um mit ihm zu trainieren. In der Nacht schliefen die Hunde meist friedlich und zufrieden mit den Kindern unter der Decke. Die Hunde waren mehr als nur ein geldverdienender Rennhund, sie waren ein vollkommen akzeptiertes Familienmitglied.

Der Züchter F. C. Hignet schrieb einen Artikel über die Ausbildung und Behandlung in dem Buch The New Book Of The Dog von Robert Leighton: Die Ausbildung der Whippets ist keine einfache Aufgabe und mit Kosten verbunden. Der Hund braucht eine gute und ausgewogene Nahrung, das täglich, um so eine gute Gesundheit zu entwickeln. Und natürlich das tägliche Training. Hierbei darf der Hund nicht herumtollen, sondern muss konzentriert sein. Alle Hunde, die für das Rennen ausgebildet wurden, haben ein hartes Training absolviert. Sie mussten zum Beispiel an der Strasse entlang laufen. Hierbei wurden sie durch eine Leine gesichert und sie trugen einen aus Leder gefertigten Maulkorb. Jeden Tag lief der Hund dann so seine 10 bis 20 Km. Dies ist die nötige Menge an Kilometern, um den Hund fit und ausdauernd zu machen. Natürlich wurden kleine private Rennen gemacht, um die Zeiten zu stoppen und um zu sehen, wie schnell der eigene Hund ist.

Ja, da waren die Rennerfolge, die die langhaarigen Whippets langsam verdrängten. Rauhhaarige Whippets waren früher populär, als das Aussehen bei Veranstaltungen noch keine Rolle spielten, schrieb Pauline Wilson in ihrem 1979 erschienen Buch Whippets, Rearing and Racing: Wie auch immer, es wurde klar, dass der kurzhaarige Whippet schneller war als die langhaarige Variante. Das längere Haarkleid war ein guter Schutz gegen die Witterungen, doch bei den Rennen verfängt sich zuviel Wind im Fell und nimmt dem Hund die Geschwindigkeit. Manches mal entscheidet eine Sekunde über Sieg oder die Niederlage. Die Liebe zu dem Kurzhaar-Whippet übertrug sich auch in den Showring. Die ersten Ausstellungshunde waren die, die auf der Rennbahn nicht schnell genug waren und keinen Sieg nach Hause trugen. Und natürlich, die kurzhaarigen Whippets zogen die Aufmerksamkeit der Richter durch ihren klar erkennbaren Körperbau auf sich.

 

 

 

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