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Longhaired Whippet - Literatur 3

Ein Fest seltener Rassen (Teil 3)

Von Cathy J. Flamholz (Übersetzung: Rocco Cantorelli)

Der Longhaired Whippet

Mr. Wheeler trauert noch heute darum, dass der Drahthaar- Whippet für immer verloren ist: Wie schade, dass niemand diese Linie des Whippets weiter gezüchtet hatte. Der Verlust dieser Hunde war zugleich auch der unwiderrufliche Verlust dieser Variante. Das Drahthaar, so Wheeler, ist sehr dominant, kann aber nicht durch den Gentyp in dem Hund weiter getragen werden, um dann eines Tages wieder aufzutauchen, so wie wir es bei den Langhaar-Whippets kennen. Wheeler glaubt dass die Drahthaar-Whippet, die Mr. Young besaß, von Irland importiert waren: Hoffentlich gibt es noch ein paar Leute dort, die diese Hunde züchten.

Es scheiden sich die Meinungen über die Herkunft des Whippets. Einige meinen, er habe wie sein größerer Cousin, der Greyhound, schon seit Generationen existiert. Die anderen meinen, dass der Whippet eine Kreuzung aus dem Greyhound mit dem Italienischen Windspiel ist — mit einem „Schuss“ Terrier. Freeman Lloyd meint, dass das Terrierblut gut für die harte Prüfung eines Rennhundes wäre. In der Tat wird in dem Buch The Complete Dog Book von 1985 darüber geschrieben: Seine Stärke ist die Rennbahn, denn er ist ein ausgezeichneter Hetzhund. Ganz egal, was die Wahrheit über die ursprüngliche Herkunft der Whippets ist, Liebhaber des Whippets haben schon in dem späten 19. Jahrhundert einiges an experimenteller Kreuzzüchtung getan, um einen kleinen schnellen Windhund zu kreieren.

Die frühen Whippets wurden bekannter Weise zur Jagd genutzt, zur Kaninchenjagd, um den Topf des Besitzers zu füllen. Aber schon bald wurden in den Minengegenden von Lancashire, Durham, Northumberland und Yorkshire aus diesen täglichen Jagden zur Beschaffung von Nahrung Wettkämpfe. Von Seiten der Hunde war es wahrscheinlich Sport, doch sportlich waren diese Veranstaltungen nicht gerade. Wilde Kaninchen wurden gefangen und zu den Rennbahnen gebracht. Die verängstigten Kaninchen wurden in ein für sie fremden Terrain freigelassen. Ein Paar Whippets stand bereit, gehalten von sogenannten „Slipper“. Wenn das Kaninchen ca. 50 Meter gelaufen war wurden die Hunde los gelassen. Sie stürmten los und hatten das flüchtende Tier schnell eingeholt. Der Whippet, der das Kaninchen tötete galt als der Sieger. Bei keiner Chance zur Flucht hatte das Kaninchen nun wirklich die schlechteren Karten. Dieses grausame Spiel wurde aber schon bald in England verboten.

Doch diese ersten Rennen erfreuten sich einer immer größer werdenden Fangemeinde. Auf einer geraden Rennstrecke wurden vier Whippets zur gleichen Zeit gestartet. Die Minen- und Mühlenarbeiter entwickelten eine besondere Art des Startens. Die Startposition richtete sich nach Gewicht, Alter und vorangegangenen gewonnenen Rennen. Eine bestimmte Länge wurde so aufgeteilt, so dass es faires Rennen würde. Wenn der Hund auf seine Position gebracht war, lief der Trainer oder Besitzer zur Ziellinie. Dort nahm er eine Position ein, um seinen Hund zu rufen, mit einem Tuch zu winken, um den Hund anzufeuern. Der Hund wurde von einem „Slipper“ am Nacken und der Rute gehalten. Da  ein guter Start  zum Sieg führen konnte, waren gute „Slipper“ gefragt. Sie schwangen den Hund so, dass sie ihn schon fast auf die Bahn warfen. Es bedurfte ein großes Geschick, den Hund so zu werfen, dass er auf seinen Pfoten landete und den Schwung gut ausnutzen konnte.

Der Zielrichter nahm seine Stellung ein, und wenn er dem Starter ein Zeichen gab schoss der mit einer Pistole in die Luft. Es bedarf eines guten Hundes oder einer Hündin, welche meistens schneller waren, schrieb Freeman Lloyds in der Melbourne Sporting Libary´s Dogs, um 200 Yards in 12 Sekunden zu rennen. Das wären 16 Yards und 50 cm in der Sekunde. Für einen kleinen Hund bedeutet das tatsächlich fliegen. Wenn die Hunde durch die Ziellinie schossen, verbissen sie sich in die Tücher, die ihre Halter oder Trainer ihnen entgegen schwangen. Dabei wurden sie hoch durch die Luft gewirbelt. Diese Methode ermöglichte die hohe Geschwindigkeit zu drosseln.

 

 

 

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